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Team & Boote

Von Anfang an stand für das mare-Team fest, dass man nur durch viel Training und möglichst viele Regatten zum Erfolg kommt. Für uns sind es die Solo Events, wie das Mini Transat und die Route du Rhum, um die sich alles dreht. Sie dienen der Vorbereitung auf das Vendée Globe 2016.

Double Handed und Crew Events sind dafür da, die Boote weiterzuentwickeln, da wir hier durch unsere Co-Skipper einen Input von außen erhalten.

Seit 2010 segeln wir in zwei Klassen gleichzeitig, dem Mini 6.50 und der Class 40.

Der Mini hat durch sein Set Up eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Open 60 (asymmetrische Schwerter/Schwenkkiel etc.). Somit sammeln wir Erfahrungen, wie ein Boot mit Schwenkkiel und Schwertern zu segeln ist.

Der Class 40 besitzt, was das Sailhandling betrifft, schon viele Features eines Open 60s wie z.B. Spi Bergeschläuche und Code Segel zum Aufrollen. Somit ähneln sich die Manöver auf einem Class 40 und einem Open 60.

Durch das erfolgreiche Segeln in beiden Klassen sind wir optimal  vorbereitet auf  den nächsten Schritt im mare-Projektunseren Einstieg in die IMOCA 60 (Open 60).

Für uns war es immer wichtig, die maximale Anzahl an Regatten jedes Jahr zu segeln, und in beiden Klassen ganz vorne mitzusegeln. Das ist uns seit 2010 sehr gut gelungen.

Team

Skipper Jörg Riechers

Jörg Riechers, Jahrgang 1968, geboren und aufgewachsen in Hamburg, ist durch seinen Vater zum Segeln gekommen. Seine erste Regatta segelte und gewann er vierzehnjährig zusammen mit seinem Vater auf einem Halbtonner. Mit 18 stieg Riechers auf Laser um, eine Klasse, die eine geradezu artistische Beherrschung von Körper und Boot verlangt. 1993 bekam Riechers die Chance mit dem englischen Segelprofi David Berdford zu segeln und wurde im gleichen Jahr als Mitglied seiner Crew Vize-Europameister in der J-24. 1998 segelte er in der Crew des amerikanischen Segelprofis Terry Hutchinson. Die Entscheidung fürs Einhandsegeln fiel 2005, als Riechers zum ersten Mal auf einer Bénéteau Figaro am Generali Solo, einer Soloregatta in mehreren Etappen entlang der Küste Südfrankreichs, teilnahm.

Endgültig zum Profi wurde er 2007, als er in Nikolaus Gelpke und mare einen Sponsor fand, der ihm mit einem eigenen Bootsbau den Einstieg in die Classe Mini ermöglichte: Es sind mit 6,5 Meter Länge und 3 Meter Breite bei 120 Quadratmeter Segelfläche die kleinsten, aber auch die rasantesten Segler, die sich zu Wettfahrten auf die hohe See wagen. Die Boote erreichen ein Spitzentempo von bis zu 20 Knoten, verzeihen aber nicht den kleinsten Manöverfehler.

Seit 2010 mischt Jörg Riechers die französisch dominierte Mini-Klasse auf: 2010 gewann er die Mini-Pavois, eines der wichtigsten Rennen für Einhandsegler in Frankreich über 800 Meilen von La Rochelle nach Gijón und zurück. Kurz darauf siegte er sogar auf der 2500 Meilen langen ersten Etappe der Azorenregatta von Les Sables-d’Olonne nach Horta, in der Gesamtwertung wurde er Zweiter. Im Gesamtklassement der Classe Mini stand Riechers am Ende der Saison 2010 auf dem 1. Platz. 2011 belegte er bei der Mini Transat den 3. Platz bei der ersten Etappe und Platz 6. auf der zweiten Etappe.

Parallel zu den Mini-Regatten begann er, sich mit einem zweiten, gecharterten Boot der Class 40 (nach der Classe Mini die nächstgrößere 40-Fuß-Klasse) auf eine neue Herausforderung vorzubereiten: die Route du Rhum, eine legendäre, in Frankreich enorm bekannte Regatta von St. Malo in der Bretagne nach Guadeloupe in der Karibik – 3500 Seemeilen quer über den Atlantik. Jörg Riechers segelte nach 18 Tagen und 15 Stunden als Sechster über die Ziellinie – und erzielte damit das beste deutsche Ergebnis seit Bestehen der Route du Rhum. Im März 2012 gewann er auf der neugebauten Class 40 mare die Solidaire du Chocolat – von Frankreich nach Mexico gemeinsam mit seinem Co-Skipper Marc Lepesqueux, im Mai 2012 siegte er beim Class 40 Atlantic Cup in Newport.

2010 und 2013 wurde Jörg Riechers von der German Offshore Owners Association mit der Auszeichnung “Bester Hochseesegler Deutschlands” geehrt.

 

Projekt Manager Charles Euverte

Projektmanager des mare-Segelprojektes von Beginn an ist Charles Euverte. Er ist verantwortlich für die Planung der Saison und die technische Überwachung des Projektes sowie das Training.

Der Trainingsplan wird in enger Abstimmung mit dem Segelteam erstellt und dann von Charles umgesetzt. Genau wie der Skipper ist auch Charles eng in die Planung der Boote und des Designs der Segel eingebunden.

Jede technische Entscheidung wird zwischen Jörg, Charles und den Designern getroffen. Diese enge Verzahnung ermöglicht es uns, technisch der Konkurrenz oft eine Bootslänge voraus zu sein.

Charles seglerische Erfahrung geht bis in die frühen 90er Jahre zurück. Er nahm mehrmals an der Tour de France a la Voile teil, bei der er auch dreimal auf dem Podium landete. Zudem segelte er eine sehr erfolgreiche Figaro Saison im Jahre 1994.

 

Rigger Pierre Denjean

Pierre ist verantwortlich dafür, dass die Boote an jedem Trainingstag segelfertig sind. Er kam 2010 zum Team. Alles, was am Boot  mit Fallen und Schoten zu tun hat, würde ohne Pierre nicht funktionieren. Er arbeitet  sich jedes Jahr durch tausende Kilometer von Fallen und Schoten und repariert abends die Dinge, die beim Training kaputtgegangen sind.

 

 

 

Sail Designer Rèmi Aubrun

Seit 2008 ist Rèmi verantwortlich für das Design unserer Segel. In enger Abstimmung mit dem Bootsdesigner legen wir das Design der Segel fest. Es ist einer der Mosaiksteine die das Projekt so erfolgreich machen, da die Segel sowohl auf das Boot als auch auf den Segelstil des Skippers abgestimmt werden müssen. Da Rèmi und Jörg einen ähnlichen Segelstil haben, klappt es mit der Zusammenarbeit hervorragend.

 

 

 

Nikolaus Gelpke, Verleger mareverlag

Ohne Nikolaus Gelpke würde es das Projekt mare racingteam nicht geben.

Nikolaus Gelpke, Jahrgang 1962, aufgewachsen vor allem in der Schweiz und in Italien, ist Gründungsmitglied und Chefredakteur von mare und Verleger des mareverlags.

 

 

 

Team Basis


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Die Basis des mare racingteams ist La Trinite sur Mer.
La Trinite ist ein kleiner verschlafener Fischerort in einer der schönsten Gegenden der Süd Bretagne. In der geschützten Bucht von Quiberon – an der La Trinite liegt – kann man bei fast jeder Windstärke trainieren. Ein großer Vorteil, da dadurch weniger Trainingstage dem Wetter zum Opfer fallen. Wenn  wir Hochseebedingungen suchen, müssen wir nur 15 Meilen segeln und wir sind auf dem offenen Atlantik.

Unser Segelmacher All Purpose und JPS – die Werft die unseren Class 40 gebaut hat – sind nur 3 Kilometer vom Boot entfernt. Dadurch finden wir hier optimale Bedingungen zum Training und zur Vorbereitung des Bootes vor.

Die strategischen Entscheidungen der Kampagne fallen allerdings nicht in Frankreich, sondern in der Hamburger Speicherstadt in den Büros vom mareverlag.

 

 

Boote

 

Boots-Konzeption IMOCA Open 60

© Chris Cameron

© Chris Cameron

Der neue IMOCA Open 60 des mare racing teams wurde 2007 auf der französischen Werft CDK in Port La Foret gebaut. Es ist das Boot mit dem Michel Desjoyeaux das Vendée Globe 2008 gewann und welches den zweiten Platz beim letzten Barcelona World Race 2010 belegte. Das Boot gilt als das beste Bruce Farr Design seiner Zeit und hat auch heute noch das Zeug gegen die neuen Designs zu bestehen, wie das Schwesterschiff Hugo Boss beim Vendée Globe 2013 unter Beweiß gestellt hat.
Für das mare racing team ist es das perfekte Boot für das Barcelona World Race, um erste Erfahrungen im Open 60 zu sammeln. Wir haben jetzt genügend Zeit uns sorgfälltig auf das Barcelona World Race vorzubereiten und ein solides Fundament für unsere Vendée Globe Teilnahme 2016 zu legen.

 

Boots-Konzeption Class 40 mare (2012)

© Christophe Breschi

Die neue Class 40 mare ist eine Mach 40 von Sam Manuard. Das Boot hat viel Volumen im Vorschiff, ist sehr leicht und hat einen tiefer Gewichtsschwerpunkt sowie ein innovatives Rigg. Der Mach-40-Prototyp ist Gewinner der Class 40.

Der Werft JPS in La Trinite sur Mer standen lediglich 4 Monate zur Verfügung die neue mare zu bauen und sie hat den Zeitplan auf den Tag genau eingehalten.

Das Boot hat einige Features, die es sehr schnell machen, z.B. ein verstellbarer Mastfall wie beim Volvo Ocean Racer „Camper“ oder einem 505er. Dazu kommen sehr niedrig angesetzte Salinge, die den Gewichtsschwerpunkt des Masts um einen Meter nach unten verlagern. Dadurch haben wir die leichteste Ballastbombe aller Class 40 und somit weniger Wasserwiderstand.

Da das Boot hierdurch sehr leicht geworden ist, konnten wir sehr viel Gewicht im Kielbereich konzentrieren, um das vorgeschriebene Mindestgewicht eines Class 40 von 4500 Kilogramm zu erreichen. Alles kleine Innovationen, die in ihrer Summe das Boot aber sehr schnell machen. Hierzu kommt noch der voluminöse Bug, der das Boot vor allem auf Reachingkursen schnell macht.

 

Designer Sam Manuard

Sam ist für das Design unseres Class 40 verantwortlich. Zur Zeit gibt es kein zweites Boot, das an das Potential unserer mare heranreicht. Sam´s Karriere hat wie bei fast allen aus dem mare -Team im Mini begonnen. Als Segler/Designer hat er 2003 und 2007 mit schnellen Designs auf sich aufmerksam gemacht. Im Jahre 2003 blieb ihm der große Triumph beim Mini Transat verwehrt, als ihm 80 Meilen vorm Ziel an erster Stelle liegend der Mast brach.

Die herausstechenden Merkmale seines Designs sind sehr viel Volumen im Bugbereich für maximal viel Power – und somit auch maximal viel Speed – auf Reachkursen und einen sehr niedrigen Gewichtsschwerpunkt, diese beiden Features machen mare so schnell.

 

Boots-Konzeption und Konstruktion mare.de MINI

© Christophe Breschi

Bei der Konzeption des Bootes wurde auf drei Punkte besonderen Wert gelegt:

  • hohe dynamische Stabilität
  • möglichst geringes Gewicht
  • so simpel wie möglich

Die hohe dynamische Stabilität wurde durch einen ausgeprägten Knick kurz über dem Wasserpass erreicht (hard chine). Dieser “Knick” geht wie bei den neuen VPLP/Verdier Designs sehr weit nach vorne, um auch im Vorschiff einen hohen Auftrieb zu erzeugen. Der Vorteil dieses Designs liegt darin, den Booten mehr Power vor allen auf Reachgängen und harten Spigängen zu geben – genau die Bereiche, die bei Offshore Regatten wie Les Sables – Azores oder dem Mini Transat entscheidend sind. Das Rumpfdesign in Verbindung mit einem 40% nach Luv schwenkbaren Kiel dürfte dieses Boot zu einem der Boote mit der höchsten Stabilität im Feld der Mini’s machen.

Das zweite Ziel ist das Gesamtgewicht des Bootes so niedrig wie möglich zu halten, um somit die Performance bei wenig Wind zu verbessern und auch sicherzustellen, dass das Boot schneller ins Gleiten kommt. Außerdem sind leichte Boote leichter schnell zu segeln, vor allem wenn der Trimm mal nicht hundertprozentig ist, was beim Einhandsegeln vorkommen kann. Das angestrebte Gewicht des Bootes liegt zwischen 730kg – 740kg.

Die Philosophie des Gewichtsparens setzt sich auch im Decklayout fort. So wurde für das Boot ein Zwei-Winsch Deckslayout gewählt und es werden verstärkt Loops eingesetzt für die Befestigung von Beschlägen. Weiterhin wurde darauf geachtet das Rigg leicht und simpel zu gestalten. Es wurde ein Standard-Zwei-Salingsrigg gewählt, welches Fiber Work baut. Das Gesamtgewicht des Riggs incl. Fallen und Wanten liegt bei ca. 26kg!

Der Mare Mini wird im Wet Preg Verfahren mit Kohlefaser UD’s (Unidirktional Gelege) im Schaumsandwich in der Werkstatt des Konstrukteurs Etienne Berttand gebaut. Vorteil dieses Bauverfahrens ist es, die Epoidharzmenge pro Fasergelege genau kontrolieren zu können. Mit dieser Methode kann man das Boot sehr leicht und doch sehr widerstandsfähig bauen.

Rumpf und Deck werden über Positivformen gebaut, die bewärteste und schnellste Methode einen Open 6.50 zu bauen. Auf Schotten wird gänzlich verzichtet, statt dessen werden die Kräfte von Rigg und Kiel durch 5 Omega Ringframes aufgenommen. Diese Methode spart Gewicht, ohne das strukturelle Nachteile entstehen.

Beim gesamten Bau des Bootes wird darauf geachtet durch innovative Lösungen im Bereich der Struktur des Bootes Gewicht einzusparen.

 

Designer der mare.de MINI – Etienne Bertrand

Etienne Bertrand ist ein Geheimtipp unter den Konstrukteuren. Im Ausland so gut wie unbekannt, ist er in der sehr eingenen Welt der Classe Mini eine feste Größe. Auch in Frankreich hat er nicht den Bekanntheitsgrad der großen Designbüros wie Marc Lombard, Finot/Conq oder VPLP. Seine Kreationen sind allerdings immer ganz vorne zu finden.

So belegte sein erster Mini den zweiten Platz beim Mini Transat 1999. Die Weiterentwicklung Inkzone war bei fast jeder gesegelten Regatta auf dem Podium zu finden und sein 2006er Design “Jason” gewann in der Vorbereitung zur Regatta Les Sables – Les Arzores jede Regatta! Bei der Azoren Regatta kam ”Jason” nach Ausfall des Autopiloten und Problemen mit dem Fallen leider nur auf den 12. Platz.

Der Mini, den er für das mare racing team designt hat, ist in zweierlei Hinsicht eine Premiere. Es ist sein erster Mini aus Carbon und sein erster Mini, der nicht in einer Garage gebaut wird. Zeitgleich baut Etienne Bertrand ein Schwesterschiff unseres Minis auch in Carbon. Allerdings ist er seiner Linie treu geblieben und baut es wieder selbst in seiner Garage.

 
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